Unterwegs in Deutschland

Wanderung Neunkirchen – Winterscheid – Neunkirchen

Rundwanderung

Neunkirchen– Bröltal – Schreckenberg – Winterscheid – Beiert – Neunkirchen

Wie heißt es? „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute – in diesem Fall: das Schöne liegt so nah“.

Darum schlug Edit eine Rundwanderung im schönen, bunten Rhein-Sieg-Kreis vor.

Wanderwegstrecke: sollen laut komoot 15 km sein und 3 ½

Unsere Strecke

Unsere Strecke

Stunden dauern, tatsächlich sind wir 3 Stunden und 50 Minuten gegangen – allerdings mit der  üblichen Apfelpause

Starten kann man gut von der katholischen Kirche St. Margareta aus, auch gibt es hier im Normalfall gute Parkmöglichkeiten – wenn nicht gerade Frühlings- Pfarrfest oder Kirmes ist.

Von hier aus läuft man erst mal am Berufskolleg vorbei abwärts durch die Straße „Im Immenthal“ und gelangt in das Eischeider Tal.

In einer Kurve kann man links einen kurzen Schwenk in den Wildpark machen, ein Reservoir für kanadische Graugänse und Soay-Schafe aus Schottland. Der Park wird ganz liebevoll von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Verschönerungsvereins gepflegt und die Tiere versorgt.

Bei den Teichen

Bei den Teichen

Weiter geht es noch ein kleines Stückchen bergab, dann halten wir uns rechts und wandern an zwei in den 70er Jahren angelegten Teichen vorbei.

Erstaunlich, dass die überwiegende Zahl der direkt am Wasser stehenden alten Eichen – entgegen Vorhersagen – immer noch trotz nasser „Füße“ existieren.

Am Ende der Teiche biegen wir links ab und durch einen lichten Wald

Sehr junge Buchen

Sehr junge Buchen

beginnt ein sanfter Aufstieg nach Ohmerath. Unterwegs können wir Kinderstuben von Buchen bestaunen und grasende Kühe.

In Ohmerath müssen wir wohl ein Stückchen auf der Straße bergab gehen, das ist aber bei dem geringen Verkehr kein Problem.

Wir nehmen nicht den 1. abgehenden Feldweg sondern etwas unterhalb biegt ein schmaler Pfad ab, der uns auf die Bröltalstraße (B 478) führt. Wir sind in Ingersau. Nun müssen wir dieser Straße wohl rechts ein Stück bis zur Brücke über die Bröl folgen.

Witzige Wiese

Witzige Wiese

Im Örtchen Winterscheiderbröl steigen wir an einer witzigen Wiese mit zutraulichen Schafen vorbei aufwärts, um dann rechts abzubiegen und im Ort nehmen wir nicht den links aufsteigenden Weg, dann kommt man vorbei an der Wendelinuskapelle direkt nach Winterscheid.

45 Minuten haben wir bis hierher gebraucht.

Wir gehen dagegen quasi gerade aus, um dann auf einem breiten Forstweg, uns stets rechts haltend, bequem nach Schreckenberg aufzusteigen.

Am Ortseingang lädt ein Sitzplatz „Heinrich`s Ruh“ zum Rasten ein,

Heinrich's Ruh

Heinrich’s Ruh

aber wir verspüren noch keine Müdigkeit, darum setzen wir unsere Wanderung durch Schreckenberg fort.

Apfelblüten

Apfelblüten

Hier oben begrüßt uns ein Musterexemplar von Baum und über und über mit Blüten bedeckte Apfelbäume.

Wir befinden uns auf dem Winterscheider Geschichts-Weg und ein Tafel macht uns schlau:

– Blick vom 200-Jahre alten Weißen-Kreuz Richtung Kirche St. Servatius bei Silberberg 1 in Winterscheid

– errichtet von: Phillip Krey und Anna-Maria Hohner aus Winterscheid im May 1811

– 2011 Renovierung in Gemeinschaftsleistung durch Kirchengemeinde, Vereine und Geschäftsleute

– das Kreuz steht seit 1987 unter Denkmalschutz

Schnell sind wir hier auf dem Höhenrücken und weiter geht es links nach Winterscheid, das an einem Ausläufer der Nutscheid liegt.

Dieses Örtchen, das zur Gemeinde Ruppichterroth gehört, wurde mehrfach bei dem Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ ausgezeichnet, zuletzt 1981 mit der Silbermedaille. Auf Kreis-Ebene wurde Winterscheid in den Jahren1973 und 1981 als schönstes Dorf im Rhein-Sieg-Kreis ausgezeichnet.

Sehenswert ist auch die romanische Pfarrkirche St. Servatius, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Der ursprüngliche Turm ist noch heute erhalten.

Am Weiher, der früher als Löschwasser und Tiertränke diente, finden wir eine weitere Infotafel vor.

Schönes Fachwerk

Schönes Fachwerk

Schöne, gepflegte Fachwerkhäuser säumen die Hauptstraße und wir biegen links in die Nordstraße ein, um wieder ins Bröltal abzusteigen. Auf einer Bank mit Blick bis Neunkirchen machen wir nun die obligatorische Apfelpause. Weiter führt uns der bequeme Forstweg nun durch ein Naturschutzgebiet im lichten Wald. Schöne Felsformationen, Baum-Schäden durch den Sturm begleiten uns und in 20 Minuten sind wir wieder unten an der B 478 bei der Burg Herrnstein.

An der Bröl

An der Bröl

Nun wieder einige Meter die Straße und der Bröl mit ihrem einzigartigen Auenwald mit Straußfarn- oder auch Straußenfarn genannt – entlang bis zum Abzweig Beiert.

Wir freuen uns, dass es das originelle Zunftzeichen, eine alte Nähmaschine, immer noch gibt und wir freuen uns, dass eine ganze Wegstrecke über unseren Köpfen der Milan, auch Gabelweihe genannt, kreist.

Landschaftlich wunderschön!

Auf einer Teerstraße geht es runter nach Oberhorbach, der Horbacher Bach schlängelt sich durch die Wiesen, links oben liegt eine Reihe schöner

Horbacher Bach

Horbacher Bach

Fachwerkhäuser und rechts die geschichtsträchtige Horbacher-Mühle.

Auszug aus der Beschreibung:

Wir, die Horbacher Mühle, sind ein Familienbetrieb mit langer Tradition. Bereits in 4.Generation vermahlen wir das Korn in einem besonderen Verfahren zu Mehl. Hierbei setzen wir das sogenannte Kurzhochmahlverfahren ein. Es verhindert, dass das Korn beim Mahlen zu heiß wird und gewährleistet damit einen kühlen Mahlvorgang. Hierbei bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten, der Teig lässt sich später hervorragend verarbeiten und geht wunderbar auf.“

Vorbei an Wiesen, die gelb von den Löwenzahnblüten überzogen sind gelangen wir nach Eischeid, vorbei an dem Dorfplatz, auch eine Pflege-Eigeninitiative, steigen wir auf bis zum Wildpfad.

Von diesem aus blicken wir bis zum Siebengebirge, heute leider nicht sehr klar, der Kirchturm von Neunkirchen grüßt auch schon.

Wieder ein Stück durch den Wald und dann rechts hoch in den Ortsteil Stehlsiefen, um auf die L 352 zu gelangen.

– Man kann es sich auch einfacher machen und geht am Wildpfad vorbei, gelangt an den sogenannten Eischeider-Buckel mit Kreuz und kommt ohne Umwege auf die L 352, der man nun durch Neunkirchen, am Rathaus vorbei, auf einem Fußweg bis zum Parkplatz an der Kirche folgt. –

Zum krönenden Abschluss kann man versuchen einen Blick in die Pfarrkirche St. Margareta zu werfen.

Auszug aus Wikipedia:

Neunkirchen wird 1178 erstmals urkundlich erwähnt, als die Pfarrangehörigen des Kirchspiels Neunkirchen, die dem Stift St. Andreas in Köln zehntpflichtig waren, den Naturalzehnt durch eine jährliche Geldrente ablösten. Wahrscheinlich bestand bereits um die Mitte des 10. Jahrhunderts in Neunkirchen eine Pfarrkirche, als Erzbischof Brun von Köln den Zehnten zusammen mit der Gerichtsbarkeit in Glehn dem von ihm gegründeten Andreasstift übertrug.“

Die apokalyptischen Wand- und Gewölbemalereien im alten romanischen Teil der Pfarrkirche haben überregionale Bedeutung und sollen einzigartig nördlich der Alpen sein.

Die Grabsteine vor der Kirche stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Fazit: Eine wunderschöne, nicht sehr anstrengende, jedoch lange Wanderung durch eine liebliche Landschaft.

Immer wieder schön, egal welche Variante man wählt.

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