Unterwegs in Deutschland

Wasserschlösser in Paffendorf und Bedburg

Wer sich für Wasserschlösser interessiert, muss nicht bis ins Münsterland fahren. Es gibt sie auch vor der Haustüre von Köln.

Lageübersicht

Lageübersicht

Wenn man dann auch noch so liebevolle und informierte Führer hat wie wir mit Rolf und Helga, dazu noch Sonnenschein, dann ist der Ausflug perfekt.

Information

Information

Gleich beim Eingang zum Schloss Paffendorf gibt es reichlich Parkmöglichkeiten und eine  Infotafel klärt uns auf:

Schloss Pfaffendorf

Schloss Paffendorf

Der Schlossbau – einer der ersten Großbauten in Backsteinbauweise – wurde im 16. Jahrhundert in der Erftniederung von Wilhelm von dem Bongart, dem  Erzkämmerer des Herzogs von Jülich begonnen. Über vier Jahrhunderte blieb es im Besitz der Familie.
In den Jahren 1861-1865 wurde dasa Schloss umgebaut und erhielt sein sein heutiges  neugotisches Aussehen.

1958 erwarb eine Vorgängergesellschaft von RWE Power das Schloss und die dazugehörenden Ländereien für den fortschreitenden Tagebau Fortuna-Garsdorf.

Im Park

Im Park

Die Schlossanlage wird durch einen wunderschönen Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens aufgewertet, der an einer Seite von der Erft begrenzt wird. Es zahlreiche Bänke

An der Erft

An der Erft

zum Verweilen, Schauen und Genießen.

Diverse Teiche mit riesigen Karpfen und sogar Bisamratten

Bisamratte

Bisamratte

können wir beobachten, natürlich auch eine Vielzahl von

Enten.Der Forstlehrgarten zeigt die Pflanzenwelt zur Zeit der Baunkohle-Entstehung.

Riesige Exemplare des Mammutbaumes, Trauerweiden, Atlaszedern und und und beeindrucken uns.

Trauerweide

Trauerweide

Die entsprechende Hinweistafel zeigt den Weg zu den Baumriesen auf.

Hat man genug gesehen, kann man Kunstausstellungen besuchen, oder man kann sich in der Brasserie niederlassen und verwöhnen lassen.

Wir machen jedoch einen Rundgang über den sehr gepflegten Friedhof zu den sehenswerten Kreuzen der Familie Freiherr Ferdinand von Bongart bei der Sankt Pankratius-Kirche und ein Blick in die Kirche lohnt ebenfalls.

Auszug aus Wikipedia:

Die Kirche entstand um das Jahr 900 herum. Im 11. Jahrhundert erfolgte eine

Die alten Kreuze

Die alten Kreuze

Vergrößerung im Stil der Romanik. Bis zum Jahr 1507 war dann das Langhaus in spätgotischem Stil ausgebaut worden. 1746 wurde das Dorf und die Kirche bei einem Brand stark beschädigt. Im Chor der Kirche blieben jedoch Fresken vom Ende des 15. Jahrhunderts erhalten.

1804 gelangte die Kirchengemeinde in den Besitz einer Statue des Heiligen Antonius von Padua. Die Statue hatte sich zuvor im Kloster Bethlehem bei Bergheim befunden.
1860 erhielt das Kirchengebäude Anbauten in neogotischer Bauweise.
1862 stiftete die Familie von dem Bongart, damals Besitzer des benachbarten Schloss Paffendorf, den noch heute in der Kirche befindlichen Hauptaltar.
Die bisher letzte Renovierung der Kirche fand im Zeitraum von 1974 bis 1978 statt.

Neben der Statue des Antonius und dem Hauptaltar ist ein Antwerpener Retabel im rechten Seitenschiff erwähnenswert, das um 1515–1520 zu datieren ist. Es handelt sich

Die mächtige Kanzel

Die mächtige Kanzel

dabei um den ehemaligen Kreuzaltar des Essener Münsters. Die Kanzel datiert aus dem Jahr 1619. (Sie beeindruckt uns sehr!)

Weiter geht es. Rolf und Helga wollen uns auch noch das Schloss in Bedburg zeigen und dort gibt es am Marktplatz, direkt dem Rathaus gegenüber eine italienische Eisdiele, die lockt.

Der Parkplatz liegt auch hier unmittelbar beim Schloss und in wenigen Schritten ist man beim Wasserschloss, das erstmals im 12. Jahrhundert als Burg der Herren von Bedburg erwähnt wird.
Man nimmt an, dass die Wasserburg in der sumpfigen Erftniederung als Sicherung für den Erftübergang diente.

Schloss Bedburg

Schloss Bedburg

Das Schloss hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich, wurde mehrfach abgerissen und immer wieder aufgebaut.
Schlussendlich in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde es erneut saniert durch den neu gegründeten Schlossverein und die Stadt Bedburg.

1980 wurde es dann  durch den sogenannten „Burgenkönig“ Herbert Hillebrand von Grund auf restauriert und einer privaten sowie gewerblichen Nutzung zugänglich gemacht.

Helga zeigt uns, wo sich die  sanierungsbedürftige Ritterakademie und die Kapelle befanden, die 2011 abgerissen wurden, da die Stadt Bedburg die Sanierungskosten nicht aufbringen konnte.

In nur 3-5 Minuten Fußweg kommt man zum Bedburger Marktplatz beim Rathaus und – nicht ganz unwichtig – findet man dort die italienische Eisdiele.

BedburgerBrunnen

BedburgerBrunnen

Hier ist ein leckerer Eisbecher angesagt und der hübsche Brunnen auf dem Marktplatz soll wohl an den Braunkohleabbau erinnern, wie uns die freundliche Besitzerin – nach recherchieren – mitteilt. Wir finden die Auskunft nicht so richtig befriedigend und machen uns selbst einen Reim darauf.

"Baumtunnel"

„Baumtunnel“

Der Bummel zurück zum Parkplatz bringt uns noch durch einen schönen „Baumtunnel“.

Fazit:
Warum in die Ferne schweifen, sieh das Schöne liegt so nah !

Frei nach dem Original von Goethe:

Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen, Denn das Glück ist immer da.

Mehr Fotos vom Schloss Paffendorf

 

 

 

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